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SALENTO:

SALENTINISCHE PRODUKTE:

Käse:

Die Käsesorten kann man auf die Pasta streuen (wie den Cacioricotta), zur Fleischsoße geben oder auf Brot streichen (wie die Ricotta forte) - sie sind aber auf jeden Fall ein vielseitig verwendbares und schmackhaftes Lebensmittel.

Früher wurde der Käse als Tauschprodukt zwischen den Schäfern im Land und den Fischern benutzt, die wegen der Angriffe der Piraten in kleinen befestigten Zitadellen am Meer lebten.

Für lange Zeit waren die Küstenstreifen eben nur von Schaf- und Ziegenherden bewohnt, von denen diese typischen Käsesorte kommen.

Salentiner Öl:

Viel hat sich verändert, seit man mit dem Öl aus Apulien, das sehr säurehaltig ist, nur Lampen anzündete. Heute stellen die Olivenhaine des Salento dank der akkuraten

Produktionstechniken eine nicht unerhebliche wirtschaftliche Ressource dar.

Da man im Sommer hier auch 40° erreicht, hat man in den letzten Jahren den Anbau „Tropfen für Tropfen” eingeführt, während die Pressung weiterhin mit den traditionellen Werkzeugen stattfindet.

Der Nachgeschmack dieses natürlichen Produktes ist leicht pikant und es kann auch roh auf Salat oder gegrillten Fisch oder Fleisch genossen werden.

Terrakotten und Manufakturen aus Lecce-Stein:

Das Arbeiten mit Terracotta ist in dieser Region eine alte Kunst, dank der Tatsache, dass der Ton aus den oberen Schichten des Salentiner Untergrunds stammt.

Noch heute wird die Terrokotta in den künstlerischen Handwerksbetrieben mit der Hand an der Drehbank bearbeitet und das Produkt in den traditionellen Holzöfen vorbereitet.

Die Reduktion ist vielfältig und findet Anwendung für häusliche Zwecke (Vasen, Amphoren, Töpferwaren, Töpfe, Teller, Gläser und Tassen).

Diese Gegenstände werden schließlich mit der Hand verziert.

Der allgemein bezeichnete Lecciso ist ein rudimentärer Stein weißer Farbe, der leicht geformt werden kann.

Zusammen mit dem härtesten und rohen Carparo bildet er eine Säule, die die Salentiner Künstler trägt.

DIE ARCHITEKTUR:

Die Schlösser

Nicht weniger als zwanzig Schlösser machen aus dem Salento eine einzige mächtige Festung, ein Schutzwall aus Granit, zusammen mit den Küstentürmen und den befestigten Gehöften im Inneren des Landes, gegen hunderte von Invasionen, die während der Jahrhunderten aus dieser Provinz ein Land der Eroberung gemacht haben für Normannen, Sweben, Anjou, Aragonier, Spanier, Venezianer, Sarazenen.

Die aktuelle Form fast aller Schlösser im Salento geht auf die Renaissance zurück (15. Und 16 Jh.), auch wenn oft die verschiedenen Bauten auf vorhergehende Konstruktionen basieren, wie zum Beispiel die Schlösser von Copertino, Gallipoli, Otranto, Acqurica del Capo, Presicce, Morciana di Leuca und von Roca Vecchia.

Bezeichnend sind das Schloss von Karl V. in Lecce (erbaut zwischen 1539 und 1549) und die befestigte Stadt mit Schutzwällen und Wassergraben von Acaja (im Gebiet von Vernole) in der Nähe von der Provinzhauptstadt.

Die befestigten Gehöfte

Befestigte Bauwerke sind häufiger im Süden der Halbinsel zu finden, christlicher Vorposten gegen die Ungläubigen:

Stolze militärische Bauwerke sind erhalten in Salve (das im Jahre 1537 harte Attacken von Seiten algerischer Banditen erlitten hat), Morciano di Leuca (das Schloss Castromediano), Giuliano und Salignano (Castrignano del Capo), Alessano (befestigter Wohnsitz der Gonzaga),

Acquarica del Capo mit dem Schloss der Sforza aus dem 15. Jh., Scorrano, Taurisano, Tricase mit dem beeindruckenden Palazzo Gallone aus dem 14. Jh. auf den das vollkommen erhaltene Schloss von Depressa aus dem 14. Jh. und das Schloss von den Trane di Tutini aus dem 14. Jh. schauen, Racale, Parabita, Palmariggi,

Otranto mit dem wunderschönen Schloss und dem alfonsinschen Turm, der Theater von verzweifeltem Widerstand, das Schloss von Acquaviva di Nardò, Gallipoli (mit byzantinischer Befestigung und angiovinischer Gründung, mit Rivellino aus dem Jahr 1522, und gewaltigen Basteien), Galatone, Copertino (mit einem beeindruckenden Schloss aus dem 15. Jh. geschmückt mit einem Triumphbogen und einer frühchristlichen Krypta)

und am Ende Castro, dessen Schloss auf den Resten einer antiken römischen Burg erbaut worden ist und am Kanal von Otranto über das Meer wacht.


Die Türme

Die Geschichte der Küstentürme und der befestigten Gehöfte basiert sich auf die der Schlösser im Umland von Otranto.

Die Sichtungs- und Meldungstürme, die im späten 16. Jh. erbaut wurden sind in ihrer ernsthaften Wesentlichkeit echte Schmuckstücke militärischer Bauwerke bezeichnen stark die Küste des Salento; in Leverano, einer der antiksten, der friderizianische Turm aus dem 13. Jh.,

und in Lecce sind die zylindrischen Türme von Belloluogo und Parco sichtbar, der erste aus dem 14. Jh. und der zweite aus dem 15. Jh.

Erhaben sind die Türme der unteren Küsten des Adriaticks von Torre Specchiola bis Torre Rinalda, von Torre Chianca bis zu den Resten von Torre Veneri, von Torre Specchai Ruggeri (Vernole) bis San Foca und bis Torre dell’Orso, von torre Santo Stefano bis Torre del Serpe, beide im Gebiet von Otranto, von Torre Sant’Emiliano bis Torre di Minervino.

Weiterhin die Türme von Diso, Andrano, Tricase, Tiggiano, Alessano und von Omo Morto, der unerschrocken in Lecce ausharrt, und die der westlichen Küste von ausgehend Torre Vado, die über den Hafen herrscht, bis Torre Pari, die fast im Meer versinkt,

bis Torre Mazza und San Giovanni (Ugento), Torre Suda (Racale), Torre Sabea (Gallipoli), die imposante Torre delle Quattro Colonne und die feierliche Torre dell’Alto von Nardò, die von einem Hang eines verzaubernden Vorgebirges aus das Spektakel der Küste dominiert,

die sich im Augenschein verliert, und zum Schluss, noch im Gebiet von Nardò, die Torre Sant’Isidoro und Torre Squillace im Blickfeld der weiter im Norden liegenden Türme von Porto Cesareo.

Um das ausgedehnte Panorama der Architektur des Salento zu vervollständigen können die eindrucksvollen Zeugnisse der ländlichen Bevölkerung nicht fehlen, die unter dem Namen “paiare” bekannt sind, kegelstumpfförmige Trullen auf dem Land verteilt, die jahrelang als Zufluchtsort für die Hirten und Bauern gedient haben und als eines der ersten Werke von Besiedlung in den ländlichen Gebiete gilt.


PIETRA LECCESE ODER "LECCE-STEIN:

“Lecce-Stein” ist ein feikörniges, homogenes Kalkgestein mit strohgelber Farbe; er besteht hauptsächlich aus Kalkkarbonat, Magnesiumkarbonat, Ton und Sand.

Dieser Stein ist fast ausschließlich im Salento zu finden (ähnliches Gestein befindet sich nur auf Malta).

Er wird in den Gemeinden Lecce, Cursi, Melpignano, Castrignano dei Greci und anderen abgebaut. Man bricht ihn aus Steinbrüchen unter freiem Himmel in einer Tiefe von 1-40 Metern; Härte und Dichte des Gesteins hängen jeweils von der Tiefe des Sedimentärgesteins ab.

Der Gebrauch des „Lecce-Steines“ als Bau – und Dekorationsmaterial geht auf Jahrhunderte zurück. Seit dem Mittelalter hat die Schönheit und die Nachgiebigkeit dieses Gesteins eine Vielzahl von örtlichen Architekten und Bildhauern angezogen.

In der Tat verfügen wir über wunderbare Beispiele der Architektur in „Lecce – Stein“, sowohl unzählige Bau – wie auch Dekorationselemente in vielen religiösen, zivilen oder militärischen Baudenkmälern. Paläste, die fast alle in barockem stil errichtet wurden,

Kirchen wie Santa Croce, S. Matteo, Duomo und Bauwerke ziviler und religiöser Art, die sowohl in der Altstadt von Lecce wie auch in anderen salentinischen Gemeinden gegenwärtig sind.

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